World Invasion: Battle Los Angeles

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Es ist so weit - der nächste Angriff. Wieder haben es die Außerirdischen ausgerechnet auf die Erde abgesehen. Hollywood liebt dieses Szenario, nicht erst seit Roland Emmerich mit seinem "Independence Day" 1996 Filmgeschichte schrieb. Es gab "Der Tag, an dem die Erde stillstand" und "Krieg der Welten" (beide gleich zweimal), es gab "Mars Attacks", "Abyss", "Unheimliche Begegnung der dritten Art" und zuletzt "Disctrict 9". Nun also kommt "World Invasion: Battle Los Angeles" in die Kinos. Eine weitgehend humorfreie Chronologie eines fiktiven Angriffs, der in der Verteidigung von Los Angeles kulminiert. Das Schicksal der Welt liegt in der Hand von ein paar Soldaten.

Zunächst hält man die Aliens für Meteoriten, aber nachdem sie bremsen, bevor sie ins Meer einschlagen, ist klar: Sie kommen. Und sie machen keine Gefangenen. Die gut organisierten Außerirdschen erobern Stadt um Stadt. Und natürlich obliegt es Angehörigen der US-Armee, das Ruder doch noch herumzureißen.

"World Invasion: Battle Los Angeles" versteht sich als Katastrophen-Film im eigentlichen Sinne. Anders als etwa zuletzt noch bei "Krieg der Welten", der dank der Mitwirkung von Tom Cruise zugleich auch Star-Kino sein wollte, entschieden sich die Macher diesmal, dem Cast keinen Superstar voranzustellen. Aaron Eckhart ("The Dark Knight") spielt die Hauptrolle des Staff Sergeant Nantz, ein Karriere-Marine. Michelle Rodriguez ist Elena Santos, die für Nantz und dessen Einheit zur Hauptverbündeten wird. In weiteren Rollen sind Ramon Rodriguez, Bridget Moynahan, Ne-Yo sowie Michael Peña zu sehen. Recht namhafte US-Stars, sicher, aber international nicht wirklich populär.

Jonathan Liebesman ("Texas Chainsaw Massacre: The Beginning") qualifizierte sich mit einer Art Bewerbungsvideo als Regisseur für den Sci-Fi-Kracher, der inhaltlich wenig zu bieten hat. Eine tiefere Botschaft? Fehlanzeige? Die Außerirdischen wollen schlicht unser Wasser, was sie als Antriebsstoff brauchen. Sie sind etwa 2,50 Meter groß, schwer bewaffnet, verfügen über unbemannte Flugobjekte, aber - immer wichtig in solchen Filmen: Man kann sie töten. Mit Maschinengewehren, mit Handgranaten, mit Raketen oder, wenn gerade nichts davon da ist, kann man sie auch überfahren.

Was also folgt, ist ein geradezu infernales Geballer. Gefühlte 1.000 Schuss pro Minute. Dialoge haben Seltensheitswert und wenn, dann sind sie im typischen US-Kriegsfilmton gehalten: "Tötet alles, was nicht menschlich ist", "Wir werden hier nicht sterben", "Dein Vater war ein Held", "Sie sind tot und sie standen unter meinem Befehl. Ich wünschte, ich wäre an ihrer Stelle." Es wird streng unterschieden zwischen Angehörigen der Armee (sie wollen rein ins Feld) und Zivilisten (sie wollen raus, schaffen es aber nicht alleine).

Zunächst erscheint es eine Randanekdote dieses Krieges zu sein, die das Drehbuch von Chris Bertolini erzählt. Denn die Truppe rund um Staff Sergeant Nantz erhält den Auftrag, ein paar Zivilisten zu befreien, die hinter den feindlichen Linien gefangen sind. Doch so eher nebenbei decken die künftigen Helden auch die Schwachstelle der Kontrahenten auf. Womöglich, man mag's ja kaum glauben, hat die Erde doch noch eine Chance.

"World Invasion: Battle Los Angeles" wäre ein konventioneller, für Fans womöglich gar unterhaltsamer Alien-Actionkracher, bezöge er nicht die aus Computerspielen bekannte Perspektive eines sogenannten Third-Person-Shooters - die Kamera, permanent in Bewegung, der jeweiligen Hauptfigur folgend. Alles wackelt. Immer. Es wackelt schon, als die Action noch gar nicht begonnen hat. Immer nah dran an den weitgehend ausdruckslosen Gesichtern (Ausnahme: ein wirklich gut agierender Aaron Eckhart in der Rolle des ein bisschen gebrochenen Helden). Schwenk folgt auf Schwenk, den Überblick hat der Betrachter nie. Und im Hintergrund steigen stets schmückend ein paar Rauchwolken auf.

Ein Film also für die junge "Call of Duty"-Generation, nur bei Weitem nicht so brutal, damit die Freigabe ab 16 nicht gefährdet wird. Es wird also gestorben, aber kaum geblutet. Ja sogar die Sprache ist weitgehend anständig gehalten. Ein politisch überkorrekter Actionfilm also, der am Ende irgendwo zwischen"überflüssig" und "nervig" mäandert.

Trailer


Filminfo

Filmbewertung enttäuschend
Filmname World Invasion: Battle Los Angeles
Originaltitel Battle: Los Angeles
Starttermin 14.04.2011
Regisseur Jonathan Liebesman
Genre Science Fiction
Schauspieler Aaron Eckhart
Schauspieler Michelle Rodriguez
Schauspieler Ramon Rodriguez
Entstehungszeitraum 2011
Land USA
Freigabealter 16
Verleih Sony Pictures
Laufzeit 116 Min.

Weiterführende Links zum Film

Homepage des Films
Homepage des Verleihs
Fanpage Aaron Eckhart (engl.)
Homepage Michelle Rodriguez (engl.)
Infoseite zum Film
Video/Film (WMV)
Video/Film (Flash)
Kai-Oliver Derks,
_teleschau, der mediendienst

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