The Man With The Iron Fists

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In einem Dorf im Reich der Mitte bricht die Entscheidung an im Kampf um Gut oder Böse - und um das Gold des Gouverneurs. Geraubt hat es der hinterlistige Silver Lion (Byron Mann). Versteckt hat die vielen Taler Madame Blossom (Lucy Liu) in den Katakomben ihres Bordells. Den Schatz zurückholen will der messerstrotzende Zen Yi, X-Blade (Rick Yune). Zwischen die Fronten geraten der englische Abenteurer Jack Knife (Russell Crowe) und ein afroamerikanischer ehemaliger Sklave und Dorfschmied (RZA). Dieser möchte seinen Fehler gutmachen, der falschen Seite eine heimtückische Waffe gefertigt zu haben. Aber was kann er noch ausrichten, nachdem ihm die Unterarme abgesägt wurden? Vorhang auf für "The Man With The Iron Fists".

Rapper RZA, eigentlich Robert Fitzgerald Diggs, liebt wahrscheinlich mit jeder Faser seines Herzens Martial-Arts-Filme. Aus dieser Tradition stammt der Name der von ihm gegründeten und de facto geleiteten HipHop-Gruppe Wu Tang-Clan. Als Regisseur, Hauptdarsteller und Co-Drehbuchautor mit Eli Roth ("Hostel") will sich RZA mit dem starbesetzten "The Man With The Iron Fists" vor dem asiatischen Kung-Fu- und Schwertkämpfer-Film verneigen.

Bisweilen gelingen ihm poetische Bildkompositionen, und die Actionszenen verbinden sich mit HipHop- und Soulmusik zu einem Ohrenschmaus. Dennoch darf das Resultat weder als eigenständiges Meisterwerk noch als reine Hommage gelten.

Herausgekommen ist vielmehr eine unterhaltsam übertriebene, extrem blutige, aber teilweise originelle Jungenfantasie zu Martial-Arts-Streifen aus der materiell geprägten Sicht eines US-Asphalt-HipHoppers. Historischer Hintergrund ist nicht die Ming-Dynastie, sondern das China der Mitte des 19. Jahrhunderts, das mit anderen Kulturen und Ethnien zusammenprallt.

Die Krieger mit ihren scharfen Schwertern und tödlichen Handkantenschlägen wirbeln recht ökonomisch durch die Luft, ohne den barocken Zauber der Genreklassiker. Statt pathetisch wie die Helden im von RZA verehrten "Die 36 Kammern der Shaolin" agiert der Schmied äußerst pragmatisch, Jack Knife - "Gladiator" Russell Crowe in Bestform - mit der lethargischen Gewalttätigkeit und Lüsternheit eines Marlon-Brando-Verschnitts und Italowesternhelden. Lucy Liu darf als Hure bei aller Stereotypie promisk und gut sein. Doch Gier rangiert als Handlungsmotiv anders als in den Vorbildern weit vor Ehre, Macht oder Liebe.

Auch die Botschaft ist eine andere. Statt den Körper nach Kung-Fu-Regeln zu beherrschen, überwindet der amputierte Schmied dessen Unzulänglichkeiten mit selbstgebauten, eisernen Prothesen. Das Ringen mit den übermächtigen cineastischen Idolen wird am Ende sehr clever in einen Showdown im Spiegelkabinett transferiert. RZA hat da mit seiner charismatischen Hauptfigur längst auf seine Art gewonnen.

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Trailer


Filminfo

Filmbewertung überzeugend
Filmname The Man With The Iron Fists
Originaltitel The Man With The Iron Fists
Starttermin 29.11.2012
Regisseur RZA
Genre Action
Schauspieler RZA
Schauspieler Rick Yune
Schauspieler Russell Crowe
Entstehungszeitraum 2012
Land USA
Freigabealter 16
Verleih Unviersal
Laufzeit 95 Min.

Weiterführende Links zum Film

Homepage "The Man with the Iron Fists"
Homepage Universal
RZA bei Twitter
Russell Crowe bei Twitter
Infoseite zum Film
Video/Film (Flash)
Video/Film (WMV)
Andreas Günther,
teleschau - der mediendienst

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