Gangster Squad

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Heiter ist es in Los Angeles, der Himmel blau, die Sonne strahlt. Der Zweite Weltkrieg ist seit vier Jahren vorbei, die Normalität kehrt langsam zurück. Aber der Schein trügt. In der Stadt der Engel regiert die Finsternis - der größenwahnsinnige Mafiaboss Mickey Cohen (Sean Penn) hat sie als Geisel genommen. Ein paar Idealisten sollen dem Mobster in Ruben Fleischers "Gangster Squad" ordentlich Feuer unterm Hintern machen. Optisch eine Mischung aus "Sin City" und Mafiafilm-Klassikern wie "The Untouchables" lässt sich der altmodische Gangsterfilm aber durchaus genießen - als Hommage, der zwar Ironieverständnis und tieferer Sinn völlig abgehen, die aber schick aussieht, Hollywoods schönste Menschen, coole Sprüche und jede Menge Action bietet.

"Diese Stadt gehört mir", freut sich der größenwahnsinnige Cohen und hat damit nicht ganz unrecht - Justiz, Politik und Polizei stehen auf seiner Gehaltsliste. Nur ein paar Unerschrockene lassen sich nicht kaufen. Zum Beispiel die Kriegsveteranen John O'Mara (Josh Brolin) und Jerry Wooters (Ryan Gosling). Die beiden Cops sind müde, wütend, desillusioniert. Während O'Mara als mürrischer Schläger seinen Dienst verrichtet, pflegt der smarte Wooters, der sich auch noch in des Gangsters Braut (Emma Stone) verliebt, in Cocktails-Bars seine "Leck-mich"-Attitüde. Sie sind grundverschieden, aber in ihrer Hilflosigkeit vereint.

Der Krieg hat Wunden hinterlassen, die Mafia streut Salz hinein. Zerplatzte Träume, lebensunfähige Ex-Soldaten, die Ohnmacht gegenüber der Kriminalität - Regisseur Ruben Fleischer nimmt sich durchaus ehrenwerter Themen in seinem Hochg

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lanz-Kostümschinken an. Los Angeles taumelt in die Ohnmacht, die Stadt weiß nicht, wie sie mit ihren Problemen umgehen soll. Was heute ja nicht anders ist. Leider trägt Fleischer außer ein paar markigen Sprüchen, altmodischen Faustkämpfen und Maschinengewehrsalven nicht viel zur Lösung bei. Man weiß nicht, wohin er mit seinem stylishen Film will: Mal nimmt er sich selbst zu ernst, mal wirkt er unfreiwillig komisch.

"Ich weiß nicht, wie ich leben soll, ich weiß nur, wie ich kämpfen kann", analysiert O'Mara sein Dasein. Eine philosophische Erkenntnis ist das nicht gerade, reicht aber aus, um den Polizisten seine Dämonen suchen zu lassen. Die stecken hinter irgendeiner Wand, durch die O'Mara mit dem Kopf geht: Er erhält vom Polizeichef (Nick Nolte) die Erlaubnis, eine Spezialeinheit zu gründen, um Cohens Geschäfte zu zerstören. Die titelgebende "Gangster Squad" operiert im Verborgenen, ist im "Krieg um die Seele der Stadt" niemandem Rechenschaft schuldig - nicht dem Gesetz, nicht der Moral.

O'Mara rekrutiert neben Wooters noch vier weitere abgekämpfte Idealisten: Das dreckige halbe Dutzend feuert aus allen Rohren auf Cohen und seine Handlanger. Zweifel, ob der Zweck die Mittel heiligt, werden in Nebensätze verbannt. Der ärgerlich oberflächliche Film berauscht sich lieber an seinen Bildern und seiner plastischen Gewaltdarstellung. Sinn macht das alles nicht, ist aber stylish und schick.

Was am Ende übrig bleibt, sind gutaussehende Männer, schöne Frauen, lakonische Stammtischweisheiten, Plattitüden über Ehre, Idealismus und moralische Verfehlungen. Im Prinzip ist "Gangster Squad" ein grandios simplifizierter Schund-Comic zu Ehren der Polizei von Los Angeles: mit altmodischem Rollenverständnis, überzeichneter, unreflektierter Gewalt und zynischen Sprüchen. Ein robustes Ironieverständnis ist unabdingbare Voraussetzung, um diesen Mafia-Schinken genießen zu können.

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Trailer


Filminfo

Filmbewertung akzeptabel
Filmname Gangster Squad
Originaltitel The Gangster Squad
Starttermin 24.01.2013
Regisseur Ruben Fleischer
Genre Kriminalfilm
Schauspieler Sean Penn
Schauspieler Josh Brolin
Schauspieler Ryan Gosling
Entstehungszeitraum 2012
Land USA
Freigabealter 16
Verleih Warner
Laufzeit 112 Min.

Weiterführende Links zum Film

Homepage "Gangster Squad"
Homepage Warner
Fanpage Ryan Gosling
Infoseite zum Film
Video/Film (Flash)
Video/Film (WMV)
Andreas Fischer,
teleschau - der mediendienst

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