Du hast es versprochen

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Mit Mystery-Filmen, die dieses Etikett auch verdienen, tun sich deutsche Regisseure bekanntlich schwer. Die erst 34 Jahre junge Regisseurin Alexandra Schmidt, die Tim Burton und Michael Haneke als ihre großen Vorbilder nennt, wagt sich mit ihrem Debütfilm "Du hast es versprochen", an dieses in Deutschland unterrepräsentierte Genre - und kann zumindest atmosphärisch voll überzeugen.

"Es gibt kein Geheimnis, dass die Zeit nicht enthüllt", schrieb der Schriftsteller Jean Racine - ein weiser Satz, der wie eine unheimliche Warnung hinter Schmidts effektvollen Mysterythriller stehen könnte. Bei den Filmfestspielen in Venedig feierte er außer Konkurrenz seine Weltpremiere.

Bereits mit den ersten Szenen, in denen der Zuschauer zwei Mädchen in weißen Kleidern dabei beobachtet, wie sie sich flüsternd in einer abgelegenen Höhle Gruselgeschichten über ein hier eingesperrtes Mädchen zu erzählen, beschleicht einen eine dunkle Vorahnung: die, dass man soeben nicht nur in den Abgrund eines Schachtes, sondern auch in die Abgründe kindlicher Seelen schaut. Dazu hätte es nicht einmal der etwas aufdringlichen Streicher bedurft.

25 Jahre später ist aus Hanna, der fantasievollen Geschichtenerzählerin von einst, eine Krankenhaus-Ärztin (Mina Tander, "Maria ihm sch

meckt's nicht") geworden. Eines Tages wird ihre alte Freundin Clarissa (Laura de Boer) eingeliefert, vollgepumpt mit einer beinahe tödlichen Überdosis Tabletten. Nach einer dramaturgisch etwas zu rasanten Wiedervereinigungsszene beschließen die beiden, zusammen mit Hannas siebenjähriger Tochter an den Ort zurückzukehren, wo sie als Kinder so viele Jahre glücklich waren - bis ihre Freundschaft an Hannas neuntem Geburtstag abrupt endete.

Doch das vermeintliche Paradies der Kindheit entpuppt sich mehr und mehr als Psychohölle: Hanna wird von einem Mädchen verfolgt, in dem sie ihre allererste, völlig vergessene beste Freundin aus der Kindheit wiederzuerkennen glaubt. Wirklichkeit oder Wahnvorstellung?

Handwerklich überaus geschickt inszeniert Schmidt ausgerechnet die idyllische Insel Hiddensee als nicht mehr wiederzuerkennenden Ort der unaufhaltsamen Bedrohungsspirale. Dabei beeindruckt vor allem Nebendarstellerin Katharina Thalbach einmal mehr durch ihre unglaubliche Leinwandpräsenz - diesmal als fischäugige Hexe mit gebrochenem Mutterherz.

Zwar ist Schmidts Debütfilm nicht herausragend originell oder frei von Unglaubwürdigkeiten und hölzernen Dialogzeilen. Aber dennoch schafft sie es mit gekonnten Griffen in die Genre-Trickkiste, den Zuschauer dauerhaft in den unguten Nebel auf der Insel und in die Köpfe der Protagonisten mitzunehmen.

Und nachdem der Vorhang gefallen ist, geistert einem tatsächlich noch einige Tage Fragen im Kopf herum, so schaurig wie die, die auf dem Plakat steht: Wissen Sie noch, was Sie als Kind getan haben?

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Trailer


Filminfo

Filmbewertung überzeugend
Filmname Du hast es versprochen
Originaltitel
Starttermin 20.12.2012
Regisseur Alexandra Schmidt
Genre Thriller
Schauspieler Mina Tander
Schauspieler Laura de Boer
Schauspieler Lina Köhlert
Entstehungszeitraum 2012
Land D
Freigabealter 16
Verleih Falcom
Laufzeit 102 Min.

Weiterführende Links zum Film

"Du hast es versprochen" bei Facebook
Homepage Falcom
Agenturseite Mina Tander
Agenturseite Laura de Boer
Infoseite zum Film
Video/Film (Flash)
Video/Film (WMV)
Gabriele Summen,
teleschau - der mediendienst

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