Die Pferdeflüsterin

Stiller Kamerad

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Vor wenigen Tagen erst wurden überraschende Zahlen bekannt: Im vergangenen Jahr, so der Sanitätsdienst der Bundeswehr, wurde bei 182 deutschen Soldatinnen und Soldaten eine einsatzbedingte Posttraumatische Belastungsstörung (PTBS) neu diagnostiziert. Im Jahr zuvor waren noch zwölf Fälle weniger gemeldet worden. Was diese Diagnose bedeutet, davon erzählt der Dokumentarfilm "Stiller Kamerad".

Leonhard Hollmann begleitete für seinen Film die Soldaten Roman und Oliver, die in Afghanistan im Einsatz waren, und die Sanitäterin Mandy, die im Kosovo stationiert war, anderthalb Jahre mit der Kamera. In Afghanistan tötete Oliver einen Menschen, im Kosovo erlebte Mandy mit, wie junge Mädchen auf offener Straße verkauft wurden. Herkömmliche Therapien der Bundeswehr konnten ihnen nicht helfen, die traumatischen Ereignisse zu verarbeiten.

Wirkliche Hilfe fanden sie erst im brandenburgischen Paretz, bei Pferdetherapeutin Claudia Swierczek. "Die Pferde sind so fein, die scannen unsere Inneres", sagt sie. Ein Ansatz, der für Oliver, Roman und Mandy ein Ausweg aus ihrem Trauma war. "Wenn du mit Pferden arbeitest, das ist 'ne ganz andere Welt", sagt Mandy. "Das hätte ich nicht für möglich gehalten. Wie die dich spiegeln, das, was du nicht aussprechen kannst."

Trailer


Filminfo

Filmbewertung keine Wertung
Filmname Stiller Kamerad
Starttermin 07.02.2019
Regisseur Leonhard Hollmann
Genre Dokumentarfilm
Entstehungszeitraum 2017
Land D
Freigabealter 12
Verleih ImFilm Agentur und Verleih
Laufzeit 91 Min.
Originaltitel
3D Nein

Weiterführende Links zum Film

Jasmin Herzog,
teleschau - der mediendienst

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