Die Bestimmer – Kinder haften für ihre Eltern

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Das Blöde an Kompromiss-Lösungen ist bekanntlich, dass niemand so recht mit ihnen zufrieden ist. Natürlich ist es prinzipiell eine durchaus ehrenwerte Idee, mit einer Mehr-Generationen-Komödie sowohl dem vermuteten Geschmack der eher älteren Semester durch die Verpflichtung der Comedy-Senioren Bette Midler und Billy Crystal und den Jüngeren durch eine rotzfreche Chaos-Kid-Truppe gerecht zu werden. In der Mitte buhlen zwei überforderte, überdrehte, aber wohlmeinende Doppelverdiener-Eltern (Marisa Tomei und Tom Everett Scott) um die Sympathien der End-Dreißiger bis Mitt-Vierziger. Alle wuseln nämlich durch die Familienkomödie "Die Bestimmer - Kinder haften für ihre Eltern" (2012), die nicht nur einen doofen Titel hat, sondern insgesamt überstrapaziert "lustig" wirken will. Humor muss bekanntlich überraschen und anecken, um wirklich zu überzeugen. Hier kommt er vom Reißbrett.

Dass die Verständlichkeit von Witzen ein Problem sein könnte, thematisiert der Film tatsächlich sogar selbst: Die - vorsichtig ausgedrückt - etwas eigenwillig erzogenen Simmons-Kinder Harper (Bailee Madison), Turner (Joshua Rush) und Wirbelwind Barker (Kyle Breitkopf) haben selbst schon gemerkt, dass sie viele der eher platten Altherren-Sprüche ihres Großvaters, des abgehalfterten Sportmoderators Artie (Crystal), entweder nicht wirklich verstehen oder nicht lustig finden. Ihre gluckenhafte Mutter (Tomei), die stets auf Ausgleich bedacht ist und keine offenen, geschweige denn verletzenden Worte in ihrem Muster-Haushalt duldet, hat den Kindern bereits eine Ausweichstrategie eingeimpft: Falls Artie einen merkwürdigen Witz macht, sollten die Kinder einfach theatralisch auflachen und aufgekratzte Erregtheit vorspielen - um dem Opa eine Freude zu machen. Leider dürfte diese Anweisung

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für die meisten Zuschauer nicht funktionieren.

Tatsächlich ist das wechselseitige Missverstehen der Generationen in der Komödie vorprogrammiert: Die dauergestressten Eltern, die ihren Kindern ihr Frühstück hektisch rotierend, mit ans Ohr geklemmten Handys servieren, wollen endlich einmal gemeinsam eine Arbeitsferien-Woche zusammen verbringen. Deswegen rufen sie in ihrer Not die fernen Großeltern an: Artie und Diane (Midler) haben ihre Familie schon seit drei Jahren nicht mehr gesehen, leiden erkennbar an der reservierten Skepsis ihrer Tochter und wollen gerade deswegen alles nur richtig machen bei ihrem Kurzbesuch.

Doch die Schwierigkeiten vor Ort haben alle Parteien komplett unterschätzt: Diese beginnen bei den eigenwilligen Essenvorschriften (Tofu-Würste, "eierloser Eiersalat"), beeinhalten, dass man auf Barkers ständigen Begleiter, ein unsichtbares Känguruh (!), Rücksicht nehmen muss, und reichen hin zu antiautoritären Erziehungsprinzipien. Über Letztere müsste man eigentlich schmunzeln, wenn sie nicht so bizarr überzeichnet wären.

Anstatt ein strenges "Nein" zu äußern, werden die Großeltern von ihrer Tochter angehalten, ans Verantwortungsgefühl der Enkel zu appellieren und ihnen Alternativen aufzuzeigen. Artie treibt in den Wahnsinn, dass sich Turner, der ein schüchterner Stotterer ist, gegenüber seinen rüden Mitschülern nicht wehren möchte. Außerdem nervt den Sportfanatiker natürlich, dass Baseball nach "sanften" Regeln gespielt wird, demnach es keine Verlierer auf dem Platz gibt. Natürlich muss hier etwas geändert werden - mit ebenso rustikaler wie eigentlich banaler Erlebnispädagogik. Anstatt im bestens ausgestatteten, aber seelenlosen High-Tech-Haus zu versauern, überreden Artie und Diane die Kinder, doch lieber mal wieder im Garten zu spielen. Alt und Jung kicken gemeinsam mit einer Blechdose und wälzen sich im Schlamm. So plakativ sieht das Familienglück im Film aus.

Und so kommt zum Ende hin alles so, wie es kommen muss: Wer reichlich albernen Slapstick, die üblichen unappetitlichen Verdauungs-Gags sowie viel wuchtig aufgetragene Pathos-Musik, die den sentimentalen Tränenfluss von außen steuert, überstanden hat, hat es irgendwann bis zum Ende des Films geschafft. Und damit immerhin ist dann doch eine Menge erreicht.

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Trailer


Filminfo

Filmbewertung enttäuschend
Filmname Die Bestimmer - Kinder haften für ihre Eltern
Originaltitel Parental Guidance
Starttermin 28.02.2013
Regisseur Andy Fickman
Genre Komödie
Schauspieler Billy Crystal
Schauspieler Bette Midler
Schauspieler Marisa Tomei
Entstehungszeitraum 2012
Land USA
Freigabealter 0
Verleih Fox
Laufzeit 105 Min.

Weiterführende Links zum Film

Homepage "Die Bestimmer - Kinder haften für ihre Eltern"
Homepage Fox
Billy Crystal bei Twitter
Bette Midler bei Twitter
Marisa Tomei bei Twitter
Infoseite zum Film
Video/Film (Flash)
Video/Film (WMV)
Rupert Sommer,
teleschau - der mediendienst

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